Familienrecht

Rechtsanwalt Tilmann Maeß bearbeitet schwerpunktmäßig familienrechtliche Mandate: Dies umfasst u.a.

  • Ehescheidungen, einvernehmlich und streitig: Auch bei Ehepartnern, die sich völlig einig sind, treten eine Vielzahl von Fragen im Falle einer Scheidung auf. Es besteht regelmäßig Beratungsbedarf zu den Scheidungsfolgen oder dem Versorgungsausgleich. Möglicherweise kommt auch eine Scheidung vor der einjährigen Trennung in Betracht.
  • Unterhaltsfragen, Unterhaltsberechnung oder Abänderung von bestehenden Unterhaltstiteln: Ob es sich um Trennungsunterhalt, Mütterunterhalt, nachehelichen Unterhalt oder Kindesunterhalt handelt, immer ist es notwendig, abzuklären, welche Einnahmen und welche Abzugspositionen zu berücksichtigen sind. Erst dann ist ein Blick in die Düsseldorfer Tabelle sinnvoll.
  • Sorgerechtsregelung, Aufenthaltsbestimmung und Umgang: Ein sensibles und heikles Thema. Hier kollidieren die Kindesbelange unter Umständen mit den Rechten und Vorstellungen der Eltern. Daraus erwächst ein ganz erheblicher Beratungsbedarf beispielsweise beim Wechselmodell oder bei Umzug eines der Elternteile. Auch der Umgang der Großeltern kann eingefordert werden.
  • Kindschaftsangelegenheiten: Die Vaterschaftsanerkennung oder die Vaterschaftsanfechtung sind zumeist bei Unterhaltsfragen oder der Erlangung des Sorgerechts relevant.
  • Vermögensauseinandersetzung: Gerade bei der Vermögensaufteilung und der Zugewinnberechnung streiten sich die Ehepartner intensiv. Dabei wäre eine faire Lösung im Rahmen eines Scheidungsfolgenvertrages häufig kostengünstiger, nervenschonender und im Hinblick auf die gemeinsamen Kinder wünschenswert. Wer darf im Haus bleiben und wie erfolgt der Ausgleich des Ersparten?
  •  Eheverträge, Beratung, Abfassung und Anfechtung oder Abänderung
  • Versorgungsausgleich, also der Ausgleich der ehelichen Rentenversorgungsanwartschaften und nachträgliche Abänderung beispielsweise wegen der Mütterrente.

Bitte beachten Sie hinsichtlich von Sorge- und Umgangsverfahren in Kiel auch unsere Information zur Kieler Praxis.

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Aktuell:

Kindesunterhalt beim Wechselmodell, BGH, 11.01.2017, XII ZB 565/15

Der Bedarf für Kindesunterhalt bemisst sich beim sog. Wechselmodell nach dem beiderseitigen Einkommen der Eltern und umfasst neben dem sich daraus ergebenden Bedarf (Regelbedarf) auch die Mehrkosten des Wechselmodells. Dass zur Ermittlung des Bedarfs nach der Düsseldorfer Tabelle die Einkommen beider Elternteile einbezogen werden müssen, folgt beim Wechselmodell daraus, dass kein Elternteil von der Barunterhaltspflicht befreit ist. Der dem Kind von einem Elternteil während dessen Betreuungszeiten im Wechselmodell geleistete Naturalunterhalt führt nicht dazu, dass ein Barunterhaltsanspruch nicht geltend gemacht werden kann. Der geleistete Naturalunterhalt ist vielmehr nur als (teilweise) Erfüllung des Unterhaltsanspruchs zu berücksichtigen. Der Unterhaltsanspruch kann in zulässiger Weise vom Kind gegen den besser verdienenden Elternteil geltend gemacht werden.